Mittwoch, 9. Dezember 2009

Devisenhandel-handeln mit Leidenschaft!

von Oliver Andrees

Der Handel mit Geld ist schon etwas Besonderes! Wahrscheinlich wird jeder spezialisierte Trader das von seinem Metier behaupten.Und das ist auch gut so,denn je leidenschaftlicher und fokussierter jemand für das steht,was er macht,desto erfolgreicher ist er meist auch.Das führt uns zu der Frage:
„Ist dann einer so erfolgreich,weil es ihm so viel Spaß macht,oder macht es ihm so viel Spaß,weil er so erfolgreich ist?“
Was hat denn das alles mit Devisenhandel zu tun?

Die Antwort ist einfach:Im Devisenhandel geht es um den Stoff,der die Grundlage allen Handels bildet.
Wir handeln mit Cash!

Täglich wird im FOREX circa das zweihundertfache Volumen der Wall Street insgesamt bewegt!
Der Devisenmarkt ist der Ort,an dem sich die Zahlungsströme so hoch verdichten,wie nirgendwo sonst auf der Welt!Das ist pure Energie!

Wer sich in dieses Spannungsfeld aus Angst und Gier begibt,der tut gut daran,sich eine solide mentale Grundlage zu bauen,um hier bestehen zu können! Devisen handelt man nicht einfach so,weil man beispielsweise gerade nichts anderes zu tun hat oder weil man meint, dass sich hier eine mögliche Chance auftut!

Devisen handelt man aus Leidenschaft!

Das führt uns auf direktem Wege zur mentalen Seite des Tradings.Mein regelmäßiges Lauf- und Yoga-Training hilft mir beispielsweise enorm dabei,mich täglich neu zu erfinden und den mentalen Anforderungen gerecht zu werden.Zusätzlich braucht es aus meiner Sicht notwendigerweise auch noch die Erkenntnis in der Feststellung,dass gutes und vor allen Dingen erfolg- und ertragreiches Trading eine Charaktersache ist!
„Der Mensch, der Du bist und warst,der bist Du auch in Deinem persönlichen Trading!

Wenn es Dir schon von je her schwer gefallen ist,ein Vorhaben detailliert zu planen und es Dir auch schwerfällt,Dich an Regeln und Vereinbarungen zu halten,dann wird sich dieses auch auf Dein persönliches Trading übertragen.Wenn Du Dich bisher mit Notlügen und kleinen Unehrlichkeiten durchs Leben geschlagen hast,dann wird Dich dieses Charaktermerkmal im Trading ruinieren!“
Ein professioneller und erfolgreicher Trader ist professionell und erfolgreich durch und durch. Sein Erfolg ist echt,er ist authentisch und souverän in seinem Handeln und seinem Auftreten.Einen Profi erkennt man!


Devisenhandel `Inside´

Der Devisenmarkt ist ein hochkomplexes Gebilde,das die Konstitution der Volkswirtschaften dieser Welt und deren Entwicklungen 1:1 abbildet.
Wer sein Geld in Devisen investiert,der tut dies beispielsweise um sich zu diversifizieren oder um die Korrelation seiner Anlagen zu negieren oder es gibt Fluggesellschaften und Automobilhersteller,die sich gegen Wechselkursrisiken absichern wollen.Hedgefonds suchen den sicheren Zinsgewinn in Ihren Carry-Trades,indem sie sich Geld in einem Land günstig leihen,um es in einem anderen Land hochverzinst anzulegen.
Eine Entwicklung wie sie in den letzten Wochen im US-Dollar und Australischen Dollar zu beobachten war.Und dann sind da noch die Notenbanken dieser Welt,wie beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB),die Bank of England (BoE) oder die Schweizer Nationalbank (SNB) die versuchen,mit Hilfe der Zinsen die Geldströme zu regulieren.
Und zu guter Letzt wird das Ganze dann noch garniert durch die auf die Sekunde genau täglich veröffentlichten volkswirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Nachrichten.
Kurzum:

Wer sich in diesem spannungsgeladenen und komplexen Spiel der Kräfte bewegt,der ist verdammt gut beraten,sich entsprechend zu rüsten!
Ein weiteres Rüstzeug des Traders im Devisenmarkt ist die Technische Analyse.Denn die hohe Liquidität und die Menge der Marktteilnehmer sind ein wichtiges Indiz für Märkte,in denen die Technische Analyse hervorragend im täglichen Handel eingesetzt werden kann.Eine Besonderheit des Devisenmarktes ist die Ausbildung von besonders ergiebigen Trends,die sich erfahrene Trader gut zunutze machen können.Dabei ist es wichtig zu verstehen,wie die Wirkmechanismen im Devisenmarkt funktionieren.In meinen Seminaren erfahre ich von meinen Teilnehmern oft,dass sie sich besonders für den kurzfristigen Handel intraday oder das Scalping interessieren.Dabei lassen sie allerdings eine wichtige Information außer Acht.
Üblicherweise nutzt der Technische Analyst bei seiner Arbeit Candlestick-Charts in sieben unterschiedlichen Timeframes.Diese beginnen mit M1 für den Minutenchart und enden bei MN,was für den Monatschart steht.
Der Technische Analyst sucht in der Vergangenheit sich wiederholende Kursmuster in der Annahme, dass diese sich auch in Zukunft wiederholen.Je mehr Marktteilnehmer nun dieses Instrument nutzen,desto zuverlässiger wird diese Methode.Und jetzt kommt die wichtigste Information:

 
Dass sich ein Kursmuster in der Zukunft wiederholt, wird mit steigendem Timeframe immer wahrscheinlicher.

 
Beispielsweise ist die Marke 1.5000 bei EUR/CHF folgerichtig als Unterstützung anders zu bewerten,als eine x-beliebige Unterstützung,die beispielsweise intraday im M15-Chart gefunden wird.
Viele Trader lassen zusätzlich einen anderen wichtigen Umstand außer Acht.Wenn ich meine Kauf- und Verkaufsentscheidungen beispielsweise im M15-Chart treffe,dann gibt es in jeder Stunde vier potenzielle Kauf bzw.Verkaufsgelegenheiten,bei 24 Stunden am Tag dann insgesamt 96!
Selbst im H1-Chart sind es innerhalb eines Handelstages immerhin noch 24!

Für die allermeisten Trader und vor allen Dingen für diejenigen,die (noch) nebenberuflich handeln,sind dies zu viele Informationen.Aus diesem Grund empfehle ich den meisten Tradern zunächst einmal mehr Ruhe in ihr Trading zu bringen.Ich rate dann beispielsweise dazu,ihre Tradingideen zunächst ab H4-Chart aufwärts zu suchen.Das verbindet gleich zwei Vorteile.
Die Wahrscheinlichkeit für das zu erwartende Szenario steigt und zusätzlich reduziert sich die Anzahl der Informationspunkte eines Tages auf insgesamt nur noch sechs!
Noch ruhiger wird es dann im Tageschart,wo täglich nur noch eine Entscheidung getroffen werden muss.
Die Erklärung dafür,dass in den höheren Timeframes die Wahrscheinlichkeit steigt,dass sich ein Kursmuster der Vergangenheit wiederholt und somit die Zuverlässigkeit möglicher Kursprognosen steigt, hat einen einfachen Hintergrund.

In einem so liquiden Markt wie dem Devisenmarkt werden enorm hohe Summen von einzelnen Marktteilnehmern bewegt.Diese handeln üblicherweise nicht intraday,sondern sie spekulieren auf mittel- und langfristige Trends und sie müssen viel Kapital unterbringen.
Dies bekommen sie nicht auf den Pip genau platziert,sondern nur zu einem Durchschnittskurs und ihre Entscheidungsgrundlage sind die Tages-,Wochen- und Monatscharts.
Wer sich davon überzeugen möchte,wie eindrucksvoll die Bewegungen im Devisenmarkt zum Teil per Tagesschluss sind,der sollte sich einfach mal die Mühe machen und etwas länger aufbleiben.

Im Winterhalbjahr ist es dann regelmäßig um 1.00 Uhr (MESZ) soweit.Die vorgenannten Beispiele sollen aufzeigen,dass das Thema FOREX einerseits sehr komplex ist.Andererseits kann man durchaus auch sein Geld damit machen!Und wie überall auf der Welt verdient der Spezialist immer das meiste Geld.Warum also sollte es hier anders sein? 
Für mich persönlich ist der Handel mit Devisen eine Leidenschaft geworden.Der Beruf wurde zur Berufung, die ich mit immer mehr Menschen teile.
Ganz besonders freue ich mich auf das nächste Seminar im Februar,das in Frankfurt a.M. stattfinden wird.
Denn wie so oft lernt der Lehrer in seinen Seminaren selbst auch mit am meisten und er folgt damit dem ‚Prinzip des lernenden Lehrers‘!

Oliver Andrees 

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Freitag, 4. Dezember 2009

Poker-und Tradingfehler

von Van K. Tharp, Ph. D

Vor einigen Nächten war ich sehr aufgewühlt und verärgert.Ich kann mich nicht erinnern,wann ich das letzte Mal so sauer gewesen bin und begann in dieser Gefühlslage zu pokern.Als ich dann am nächsten Morgen darüber nachdachte wie das Spiel verlaufen ist,gewann ich einige sehr wichtige Erkenntniss über mein Verhalten beim Pokern (die Schlussfolgerungen kann man auch sehr gut auf das Trading übertragen).Also lassen Sie mich erzählen,was vorgefallen war.
Ich spiele online auf einer Seite,die einem jede Stunde $1,000 an Spielgeld kostenlos als Startkapital zur Verfügung stellt (so kann man immer wieder von vorn beginnen,falls man einmal sämtliche Chips verliert). Und glauben Sie mir - wenn sie über einen längeren Zeitraum dort erfolgreich pokern und sich ihre Gewinne auf über eine Million in Chips summiert haben,dann respektieren sie auch ihre Spielgeld-Gewinne und verlieren sie nicht gerne wieder.
Ich habe aktuell über $20 Millionen an Spielgeld angehäuft,und ich kann jede Nacht einige Millionen dazu gewinnen,wenn es gut läuft.Zudem kann ich $500000 an Spielgeld in $2 reales Geld eintauschen,wenn ich bei einem Turnier unter die ersten 18 Plätze komme.Wenn ich spiele,dann solch ein Turnier.
Als ich nun mit diesem ärgerlichen Gefühl zu spielen begann,verpasste ich prompt den Beginn „meines“ Turniers,was meinen Ärger nur noch steigerte.
Danach registrierte ich mich für ein Turnier mit 90 Teilnehmern,was mich $1 echtes Geld an Teilnahmegebühr kostete.Ich machte keinen gravierenden Fehler beim Spiel und verlor dennoch – was mich noch ärgerlicher,ja richtig wütend machte. An diesem Abend schien alles im Zusammenhang mit Poker gegen mich zu laufen und meinen Groll weiter zu steigern.Erst verpasste ich den Beginn meines Turniers,das ich eigentlich spielen wollte.Dann verlor ich das $1 Turnier.An diesem Punkt beschloss ich nicht weiter um echtes Geld zu spielen, da es nicht mein Abend war.Stattdessen wollte ich nun noch einige Millionen an Spielgeld einsammeln.

(Falls Sie es bis jetzt noch nicht realisiert haben – ich sollte wirklich nicht spielen wenn ich ärgerlich oder wütend bin).
Als nächstes verlor ich richtig viel – rund 2 Millionen an Spielchips.Ich hatte Pech und zudem machte ich möglicherweise einige Fehler.In einer Hand hatte ich 77 und auf dem Flop kam AA7.Ich hatte ein Full House.Mein einziger Gegner in dieser Runde hatte AK.Dann kam auf dem Turn ein König und ich verlor alle meine Chips!

Dieser Verlust brachte mich weiter in Rage,aber noch war ich im Rahmen meines regulären Limits.Also spielte ich noch ein weiteres Match.Dabei kam eine Hand,die mich wirklich zum Glühen brachte,denn hierbei verlor ich weitere 3 Millionen!
Alle meine Fehler und Verluste hingen mit meinen Gefühlen der Wut und des Ärgers zusammen.Diese Erkenntnis kam mir aber erst am nächsten Tag.


Meine Einstellung,meine Fehler


Ich schildere Ihnen einige meiner Gedanken,die mir vor und während dieser speziellen Hand durch den Kopf gingen und auch meine Gegner betrafen:
• Diese Idioten sollten meine hohen Wetten nicht mit  schwachen Händen callen.Sie hatten nur Glück und
die richtigen Karten bekommen.
• Pokerspieler sollten vernünftig spielen.
• Andere Pokerspieler sollten mich respektieren.
• Dieser andere Typ markiert nur den starken Mann. Dabei ist seine Spielweise verrückt.
Das waren meine Gedanken.

Sicher,ich glaubte diese Dinge bei den anderen Spielern zu sehen,nicht aber bei mir selbst.
Ich dachte, dass ich ein Opfer dieser anderen Spieler bin.
Was also passierte in dieser Hand? Ich musste als Big Blind $20000 an Spiel-geld setzen und bekam als Starthand 45 in Karo.Normalerweise spiele ich diese Art von Händen nicht, aber ich war sauer.
Insgesamt waren fünf Leute in die Hand verwickelt. Der Button erhöhte meinen Einsatz um das Doppelte. Jeder ging mit,inklusive mir.So befanden sich schon $200000 im Pot.

Im Rückblick betrachtet,war mein Call gar nicht so schlecht.Es kostete mich $20000 mitzugehen,und ich bekam dafür eine Gewinnquote von 10:1 für meinen Einsatz.
Auf dem Flop zeigte sich 2,3,5.Ich hatte somit einen Straight Draw und das Top-Paar getroffen.Ich war zuerst an Reihe und wettete $200000,also die Höhe des Pots.Niemand war in einer besseren Position als ich,es sei denn er hatte ein höheres Paar als Starthand.

Daher wollte ich durch die Höhe meiner Wette jeden aus dem Spiel drängen,der möglicherweise auf dem Turn oder River noch ein höheres Paar als ich bekommen könnte.Alle am Tisch stiegen aus,außer dem Typen vom Button.Er hatte als Starthand 72 in Karo.Er hatte also noch die Chance auf einen Strait Draw,wenn die nächste Karte eine 4 oder eine 6 sein sollte.Oder die Chance auf einen Drilling,wenn sich noch eine 2 zeigen sollte.
Keine guten Aussichten für ihn.Was er machte – meinen Einsatz zu callen,mit dieser Art von Hand! - bezeichne ich daher als idiotisches Spiel.
Nun waren $600000 im Pott.Als Turnkarte kam eine 7. Jetzt fühlte ich mich genervt.Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen,dass je jemand eine 7 hatte und damit meinen Einsatz callte.Daher setzte ich weitere $600,000.Doch mein Kontrahent,der mittlerweile zwei Paare hatte,ging mit $5 Millionen in Chips All-In.Ich hatte bis dahin $840000 gesetzt.

Der Pot war mittlerweile auf $6.2 Millionen angewachsen.Ich hatte noch rund $2.2 Millionen zur Verfügung.Wenn ich diese auch noch setzen würde, so hätte ich die Chance auf einen Gewinn von 4 Millionen.Also callte ich,wütend wie ich war – doch ich bekam auf dem River keine Karte zur Strait.Und so verlor ich weitere rund $3 Millionen,insgesamt $5 Millionen diese Nacht.Ich war fassungslos!!!. “Wie konnte er mich mit 72 callen? IDIOT!!!”

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Sonntag, 29. November 2009

Karrierelektionen

eines Parkourläufers

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Die "Truman-Trading" Show

Kennen sie den Film die "Truman Show" mit Jim Carrey ?
Darin geht es um einen Mann der in seiner realen Welt aufwächst in der alles so normal scheint für ihn.
Mit der Zeit als ungeplante Dinge in seiner Welt passieren fällt das Kartenhaus um ihn mehr und mehr zusammen,er blickt hinter die Kulissen und merkt daß die "Strippenzieher" im Hntergrund alles so für ihn arrangiert haben.
Was hat das alles mit Trading zu tun ?
Für uns als Anleger und Trader läüft ständig eine für uns inszenierte "Truman Show" ab.
Die "Marktschreier" sagen uns weshalb der markt angeblich steigt oder fällt,sie geben Aktientipps und haben selbst keine Ahnung.
Im Hintergrund schauen sich die "Marktmacher" (Hedge-Fonds etc. mit ihren Milliarden) diese Show an und haben bestimmt so viel Spaß wie in diesem Film.
Sie haben die Show arrangiert,wissen meist wie wir reagieren und sind der Grund der Kursbewegungen.

Dies sollten wir stets im Gedächtnis behalten.


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Sonntag, 22. November 2009

Trading mit Hebel

Trading mit Hebelzertifikaten
  von Rocco Gräfe
Handel mit Hebelzertifikaten!

Es gibt zum Teil große Missverständnisse über die Leistungsfähigkeit einer charttechnischen Analyse (Jede Analyse ein Treffer?!).
Es gibt zum Teil große Missverständnisse über die Abschlüsse beim Trading (Jeder Trade ein Gewinner?!). 

Mit den folgenden Ausführungen soll damit noch mal grundsätzlich aufgeräumt werden.Bitte lesen und verstehen Sie die Inhalte des folgenden Artikels.Es wird Ihnen bei der Planung Ihrer Transaktionen sehr helfen.

Am Anfang steht die Analyse.


Bevor überhaupt eine Transaktion geplant werden kann,sollte eine Analyse erstellt werden.Die Analyse kann fundamentaler oder charttechnischer Art sein.Ich bevorzuge als charttechnischer Analyst natürlich die Analyse des Kursverlaufs.
Die charttechnische Analyse ist bewährt und sinnvoll.
Sie kann das Kursgeschehen sehr genau auf Wahrscheinlichkeiten bzw. Wenn/ Dann Szenarien eingrenzen.

Im Allgemeinen wird damit das Zufallsprinzip (50:50) zu Ihren Gunsten verschoben,sagen wir auf eine Trefferwahrscheinlichkeit von 60%.
Das hört sich für Sie ggf. nicht viel an,ist aber völlig ausreichend,wie Sie später im Beitrag merken werden.
Zuvor noch der Hinweis was charttechnische Analyse nicht leisten kann.Sie ist keine Hellseherei,kein „Führerschein zum unfallfreien fahren“.Zudem ist mehr von einer Kunstform,als von einer Wissenschaft auszugehen,weshalb Sie auch öfter auf verschiedene Aussagen zu ein und demselben Basiswerten stoßen werden.

60 Gewinner/ 40 Verlierer


Genau das ist es, was Sie beim aktiven Handeln in einer Serie von 100 Trades erwarten dürfen.
Wie weiter oben erwähnt mutet das unter Umständen wenig an,in Anbetracht der vorherigen Analysearbeit,entspricht aber ziemlich genau der Realität.Auf was kommt es also an? 
Es kommt nach der Analyse darauf an,dass Sie ihr einen passenden Tradingplan zur Seite stellen. Das gierige Starren auf große angekündigte Ziele ist meist ein Fallstrick,weil Sie hierbei oft die Risiken aus den Augen verlieren,somit die Marken,an der die „schönen“ Analyseaussagen kippen.Wie der erfahrene Börsianer aber weiß ist der Handel an der Börse kein 100% Treffergeschäft.Somit sollten Sie erst gar nicht versuchen, Verlusttrades zu vermeiden.
Diese gehören einfach dazu,sie sind Bestandteil des Geschäfts.Somit lautet mein Motto:

Verliere so oft es nötig ist,aber verliere richtig!

Wie kommen wir diesem Anspruch näher?
Entscheidender Schritt:Das Tradingkonzept/Der Tradingplan
Planen Sie Ihre Transaktionen stets so,dass Sie bis zum Stoploss 1,0% von Ihrem Depotwert verlieren und im Gewinnfall 1,5% Ihren Depotwert steigern.Sind Sie darin eisern und diszipliniert, so werden Sie bei einer Serie von 100 Trades vor dem Hintergrund einer fundierten Chartanalyse
60x1,5% gewinnen und 40x1,0% verlieren.
Dies entspricht einem Chance/ Risiko Verhältnis (CRV) von 1,5. Ist das auf Dauer ausreichend? 

Ich denke schon.Prüfen Sie es bitte selbst.
 
Praktisches Beispiel

 
Es geht um eine DAX Transaktion für mehrere Tage. Zeitpunkt: Mitte Juni 2009. Ausgangslage:
Der DAX stieg von März bis Juni von 3589 auf 5177.

Hierbei wurde mehrmals der SMA20 des Tagescharts erfolgreich getestet (siehe Pfeilmarkierungen).Tipp:
Der SMA20 ist ein einfaches Mittel auf allen Zeitebenen,um die zu bevorzugende Trade-Richtung zu ermitteln.

Solange der Basiswert darüber notiert,sollte man primär
in Richtung LONG agieren.Im umgekehrten Fall gilt das Gegenteil.

In der Grafik 1 ist zu sehen,dass der DAX oberhalb des SMA20 (~bei 5000 Punkten) notiert und eine
Horizontalunterstützung bei 4980 behauptet.
Die Analyse weist zudem aus, dass der DAX weit gelaufen ist und jederzeit eine mehrtägige Konsolidierung starten könnte.
Wie ging ich vor? 

Es bot sich an einen mehrtägigen SHORT Trade zu starten, sobald der DAX unter 4.980/5.000 fällt.
Hierfür ist eine SHORT-Limitorder DAX 4970 nötig,die den Zusatz „stop buy“ enthält.Bevor die Sache starten darf,musste ich mich aber noch um die Risiken und Ziele kümmern.Das Ziel ließ sich schnell ermitteln.Es war vor allem der SMA20 des Wochencharts bei ca. 4.525/4.565.
In diesem Bereich kreuzte auch die bereits überschrittene, 2-jährige Abwärtstrendlinie (linear).Als Risikoparameter muss das letzte Hoch (5177) genommen werden (siehe Grafik 1).Somit ergibt sich eine Chance von ca. 400 DAX Punkten und ein Risiko von ca. 200 DAX Punkten.
Das ist akzeptabel,fällt es doch in unseren Mindestrahmen eines CRV von 1,5,den wir benötigen,um auf Dauer profitabel zu sein,auch wenn wir bei 40 von 100 Versuchen verlieren.





Auswahl des Derivates

Bisher vergaß ich zu erwähnen,dass ich gehebelt handle und zwar im Godmo
deTrader Premiumservice „KnockOut Trader“.

Somit musste abschließend noch ein passendes KnockOut Hebelzertifikat ausgewählt werden,das zu diesen DAX Eckdaten passt.Als bewährter Standard bei Indextrades,wie auf DAX und DOW JONES gilt: 
Pro Trade werden 10% des gesamten Kapitals eingesetzt. Von diesen 10% Depoteinsatz pro Trade riskieren wir standardmäßig 10% während des Tradeverlaufs.
Somit ist gewährleistet,dass wir exakt 1% vom Gesamtkapital einbüßen,wenn es schief läuft (100:10:10=1%).
Alles was Sie jetzt noch tun müssen,ist es aus dem großen
4-stelligen DAX Angebot dieser Produktpalette den passenden Schein herauszupicken.Das Portal www.godmode-trader.de bietet die entsprechende tabellarische und vielfach zu ordnende Liste (Unterseite „Hebelprodukte“).
Insgesamt ist die Auswahl für jeden beliebigen Fall einfach, denn es gilt:1 DAX Punkt ändert ab Kauf das Knock-Out Hebelzertifikat um 1 Cent.Haben wir ab DAX 4970 ein charttechnisches Risiko von ca. 200 DAX Punkten,so muss die Wahl auf einen Schein fallen,der bei DAX 4970 etwa 20 Euro kostet.

Grund: Fällt der DAX nicht wie gewünscht auf 4.550 und steigt stattdessen auf neue Hochs (>5177),so würden wir nach 200 DAX Punkten bei 18 Euro (-10%) ausgestoppt werden (200 DAX Punkte = 2 Euro im Schein).
 
Tradeumsetzung 


Ist der Plan erstmal aktiviert,sind Sie also in der Position,so sollten Sie nur am Ziel (4525/4.565) oder Stoploss (5177) eingreifen.Alles andere würde kontinuierliches und planbares Trading gefährden.
Überinterpretation im Tradeverlauf ist Ihr größter Feind und führt zu „Psychotrading“ und unnötigen Tradeabbrüchen.
Nun sehen wir noch schnell auf das Ergebnis.


Der SMA20 wurde bärisch gekreuzt,die Marke 4980 unterschritten.Das waren die Auslöser zum Trade.
Der Trade wurde bei 4970-x aktiviert und gewann schnell hinzu.Nach 18 Handelstagen war der DAX schließlich in der
Zielzone 4525/4565.Da das Ziel erreicht wurde,konnte ich den Trade am Mi, 8.7.09 beenden (siehe Grafik 2).Das angesprochene KnockOut Hebelzertifikat SHORT müsste nun 24 Euro wert sein,ein Zuwachs von +20% (Depotgewinn: +2,0%).Überhaupt beendete ich genau am Mi, 8.7. eine größere Short Serie auf DAX, DAX 30 Aktien und den Dow Jones.Das war passend,denn am Do,8.7. begann mein Jahresurlaub...
Soweit meine Ausführungen,wie ich sie genau so in der täglichen Arbeit anwende.Ich hoffe, dass Sie einige Anregungen daraus entnehmen konnten.Viel Erfolg!


von Autor Rocco Gräfe


Quelle:Traders-Journal.de


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Mittwoch, 18. November 2009

Ballonfahrer&Trader

Was Ballonfahrer und Trader gemeinsam haben

Auf den ersen Blick nicht viel so scheint es.
Doch gibt es einige Gemeinsamkeiten,speziell die Art und Weise daß beide beschränkt sind auf das was sie beeinflussen können.
Ein Ballonfahrer versucht mit technischen Hilfsmitteln vor antritt der Fahrt die Windrichtung und somit das mögliche Kursziel zu ermitteln.
Er weiß allerdings daß sich die Windverhältnisse jederzeit ändern können und er vom möglichen Kurs abkommen kann.
Die einzige Möglichkeit Einfluss auf seine Fahrtrichtung zu nehmen besteht darin mehr oder weniger Gas zu geben.
Hat er gute Winde die ihn in seine gewünschte Richtung tragen kann er noch mehr Strecke zurücklegen,wenn nicht wird er bemüht sein nach kurzer Fahrt zu landen.

Ein Trader versucht genauso anhand technischer Analyse die Trendrichtung zu bestimmen,weiß aber daß jederzeit alles möglich ist in Bezug auf seinen Kurs.
Die einzigen Parameter die ein Trader beeinflussen kann besteht in der Positionsgröße und der Stoppsetzung.
Dadurch kann er sein Verlustrisiko begrenzen und "Gas" geben indem er den Markt pusht.


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Dienstag, 10. November 2009

Der Rückschaufehler

Der Rückschaufehler als Basis erfolglosen Anlegens

Sie kennen bestimmt den Typus Mensch, der im Nachhinein immer schon vorher wusste was passieren würde.Was in manchen Bereichen einfach nur nervt,ist in Finanzfragen Mitursache von chronischer Underperformance – der Mangel an Einsicht in eigene Fehler führt zur Unfähigkeit,aus ihnen zu lernen.
Das Verhalten ist durchaus ein Massenphänomen:
In der Rückschau tendiert man dazu, sich falsch an frühere Vorhersagen zu erinnern:

Diejenigen die sich als falsch erwiesen haben,erhalten dabei eine geringere Gewichtung als die richtigen:
Man kürt sich selbst zum Sieger.
Die Wirtschaftswissenschaftler Bruno Biais (Toulouse) und Martin Weber (Mannheim) zeigen in einer im Sommer 2008
erschienenen Studie (Link: http://madoc.bib.unimannheim.de/madoc/volltexte/2008/2014/pdf/BiaisWeber2008.pdf),dass diese zutiefst menschliche Eigenschaft verheerende Auswirkungen haben kann,insbesondere an den Finanzmärkten.
Die systematische Selbsttäuschung führt dazu,die Prognoseunsicherheit zu unterschätzen und unterbindet zudem
den Lerneffekt, den eine korrekte Rückschau haben könnte.
Die beiden Ökonomen ließen in einem Experiment
Studenten die Aktienkurse der nächsten Woche prognostizieren und luden sie nach Ablauf der Woche erneut ins Labor.Während die eine Gruppe dabei mit ihrer Voraussage der Vorwoche konfrontiert wurde, sollte die andere sich selber an diese erinnern und dann erneut eine Prognose für die Folgewoche abgeben.

Dabei ergaben sich zwei bemerkenswerte Ergebnisse:Erstens erinnerte sich die Kontrollgruppe,die ihre Vorwochenprognose selbst rekonstruieren sollte, falsch:Die vorliegenden,tatsächlichen Kursentwicklungen wurden gedanklich einfach in die eigene Altprognose eingebaut.Viel fataler allerdings:Auch die Folgeprognose war schlechter als diejenige der zweiten Gruppe,die schwarz auf weiß ihre Altprognose vorgelegt bekam.
Biais und Weber folgern daraus,dass nur diese Gruppe überhaupt in der Lage war,aus ihren Fehlern zu lernen,da die andere sich eine neue Realität zusammenbastelte.
Studenten sind das eine, aber wie sieht es mit Profis aus? Auch Investmentbanker und Börsenexperten belügen sich selbst offenbar sehr gerne (das kann ich Ihnen übrigens definitiv bestätigen).Die Autoren der Studie stellten aber interessantes fest:
Es gab immense Unterschiede im Ausmaß des Rückschaufehlers,und diese waren unabhängig von der Berufserfahrung,es gab aber einen immensen Unterschied im Gehaltsgefüge:Wer mehr verdient,dessen Rückschaufehler ist geringer ausgeprägt.
Was beim Trader sofort einleuchtet (sein Einkommen ist sein Tradingerfolg) liegt beim Investmentbanker an der stark erfolgsabhängigen Bezahlung.
Etwas resignativ stellen Biais und Weber fest, dass sich der Rückschaufehler nicht völlig bekämpfen lässt – selbst wenn man genau um seine Existenz weiß.
Für Trader könnte das – zumindest zweitweise– Führen eines Tradingjournals/-tagebuchs hilfreich sein.

Wenn sie darin penibel ihre Meinungen/Prognosen etc.niederschreiben und dann später ausschließlich diese fixierten Daten der eingetroffenen Wirklichkeit gegenüberstellen,bleibt wenig Raum zur Selbsttäuschung – und Sie können peu a peu aus ihren Fehlern lernen.Wenn Sie dazu bereit sind ihre Fehler als notwendig zu erkennen und sie nicht als Schwäche auslegen die man ignorieren muss,können Sie zu der Minderheit gehören,die dauerhaft erfolgreich Trading betreibt!
Daniel Kühn


Quelle: Traders-Journal.de 

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Samstag, 7. November 2009

Der Finanzmarkt

Der Finanzmarkt hat die Grippe

von Van K. Tharp, Ph.D und Paul Kluskowski

Die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten kann man mit der Schweinegrippe vergleichen.
Ist man einmal infiziert,dann kann man nur versuchen die Krankheit zu überstehen.
Nach Jahrzehnten der Expansion und Inflation hat sich die US-Wirtschaft,trotz der großen Anstrengungen der Regierung,eine Form von Grippe eingefangen– die Deflation.Wie eine Grippe bei Menschen,kann auch die Deflation nicht „geheilt“ werden.Man muss diese Phase einfach laufen lassen, denn sie repräsentiert eine Zeit in der Schulden beglichen und Bilanzen bereinigt werden.
Und das ist ein Punkt, den die FED anscheinend übersehen hat.Obwohl die Maßnahmen der US-Notenbank von guten Absichten geprägt sind,nämlich die Finanzkrise zu überwinden,bringen die Aktionen der FED dem „Patienten“ mehr Nachteile als Vorteile.
„Billiges Geld“ ist ohne Zweifel die Medizin,welche die FED gewählt hat um der Krise zu Leibe zu rücken.Das drückt sich beispielsweise in niedrigen Zinsen für kurzfristige Kredite aus.Angesichts der angeschlagenen Kreditmärkte und der einbrechenden Nachfrage,sind gewisse stimulierende Maßnahmen durchaus angebracht.Jedoch haben sich diese Maßnahmen als wenig effektiv erwiesen.
Doch nun scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen.

Man muss nicht lange suchen um ermutigende Anzeichen für ein Ende der Rezension zu finden,scheinbar positive Anzeichen, die derzeit von Jedermann propagiert werden.

• Die Rohstoffpreise befinden sich auf Erholungskurs
• Die Preise für Wohnimmobilien stabilisieren sich
• Die Zahl der Veräußerungen von Wohnimmobilien steigt
• Der Abbau von Arbeitsplätzen verlangsamt sich

 
Sicherlich stabilisiert sich die Lage im Augenblick. 

Wenn man aber die Erholung mit anderen Situationen vergleicht,wie beispielsweise dem Marshall Plan,scheint es als ob Amerika eine weitere „Große Depression“ gerade noch vermeiden konnte. 
Gleichzeitig hat jedoch die “gewählte Medizin” die Finanz-Grippe erst hervorgebracht,mit der Deflation als vorrangiges Symptom.
So ähnlich wie man einen Kater mit einer „Bloody Mary“ zu bekämpfen versucht,hat die FED durch ihre Politik des billigen Geldes einen scheinbaren Indikator der Erholung selbst produziert:

Kurzfristig wurden neue Jobs geschaffen!
Eingebettet in die gegenwärtige Strategie der FED,besteht die Herausforderung jedoch in der Schaffung eines Umfeldes,in dem ein Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot herrscht.

Ein zuviel der Nachfrage beschert Inflation,weil mehr und mehr Dollars Waren und Dienstleistungen verteuern.
Zuviel Angebot führt unausweichlich zur Deflation,weil die Preise fallen müssen um Wettbewerber aus dem Markt zu vertreiben und den Cashflow am Laufen zu halten.

Reale vs. Künstliche Nachfrage
 
Bedauerlicherweise ist es während solcher Phasen,

wie wir sie aktuell vorfinden,sehr schwierig zu bestimmen was „echte“ Nachfrage ist (Rohstoffe werden zu Produkten veredelt und mit Profit verkauft) und was „künstliche“ Nachfrage (Rohstoffe werden gehortet,während Produktvorräte die künftige Nachfrage befriedigen können).
Echte Nachfrage ist eine Vorstufe zu Reichtum und Wohlstand,wenn der Kapitalfluss so geregelt ist,dass Menschen und die Wirtschaft mit Zuversicht in die Zukunft schauen.
Gegenwärtige Investitionen erzeugen künftige Investitionen. Unternehmer gründen neue Firmen und bestehende Unternehmen schaffen neue Jobs um die steigende Nachfrage befriedigen zu können.

Der Verbrauch an Rohstoffen und die Produktfertigung steigen im Gleichschritt.Das war der Fall während der 1980iger und in den frühen 1990iger Jahren.
Künstliche Nachfrage generiert keinen Reichtum oder Wohlstand!
Ein gutes Beispiel hierfür ist der gegenwärtige Aufwärtstrend bei den Neuwagenverkäufen.Zustande gekommen sind Verkäufe fast ausschließlich durch niedrige Finanzierungskosten und Sonderrabatte – oder wie auch in Deutschland durch die Abwrackprämie.
Dieser Abverkauf von Produkten hat sich jedoch nicht in eine nachhaltig steigende Produktion von Autos niedergeschlagen. 

Den veröffentlichten Jobzuwächsen von einigen Tausend in der Automobilbranche stehen in der langfristigen Betrachtung Jobverluste von einigen Hunderttausend Arbeitnehmern gegenüber,denn die oben genannten Gründe können zwar einen Funken erzeugen aber schwerlich ein Feuer entfachen!
Autohändler haben einiges ihrer Altbestände abbauen können,doch die Automobilfirmen haben ihre Produktion dabei nicht gesteigert,es ist somit keine nachhaltige Nachfrage entstanden um die Produktionskapazitäten auszulasten.

Strom als Gradmesser der Realität


Wie differenziert man nun „Real“ von „Künstlich“?
Dafür gibt es aus meiner Sicht zwei Indikatoren.Zum einen ist es der bestätigte Zuwachs an Arbeitsstellen,da man gut verstehen kann, dass Firmen keine Arbeitskräfte einstellen, wenn diese nicht gebraucht werden.

So ist allein die Tatsache,dass zusätzliches Personal von Unternehmen eingestellt wird ein echter Indikator,nicht nur um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen,sondern auch um das Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft zu bezeugen.
Der andere Indikator ist ein bekanntes Erzeugnis,bei dem die Nachfrage das Angebot perfekt trifft.

Dieses Erzeugnis kann auch nicht beliebig gehortet werden - denn ist Strom! 
Tag für Tag,rund um die Uhr wird Strom für den jeweils aktuellen Bedarf geliefert und die Produktion entsprechend angepasst.
Sollte das Gleichgewicht einmal aus den Fugen geraten,wären die Konsequenzen gravierend.
Steht einer zu hohen Nachfrage zu wenig Kapazität gegenüber,würde dies einen Zusammenbruch der Stromnetze zur Folge haben.
Ein Zuviel an Kapazität würde Generatoren und Transformatoren beschädigen,weil diese überhitzen.
Daher dient Strom als Gradmesser der Realität,
anders gesagt – Der Verbrauch an Strom spiegelt die jeweils aktuelle Situation von Angebot und Nachfrage perfekt wider.
Nun ist der Bedarf an Energie in den USA das zweite Jahr in Folge gesunken.Diese Tendenz gab es in Amerika seit 1949 nicht mehr.Während ein Teil des verringerten Bedarfs auf saisonale Effekte zurückzuführen ist, so geht jedoch der größte Teil auf das Konto des geschrumpften Verbrauchs der
Industrie. 

Fazit: Erst wenn nachweislich mehr Jobs geschaffen werden und der Bedarf an Energie wieder steigt, dann befinden wir uns wirtschaftlich gesehen wieder auf dem Wege der Besserung und Erholung.
Diese beiden Indikatoren sind wirklich sehr zuverlässig. 
Wenn beide nachhaltig in die richtige Richtung zeigen,dann überstehen wir auch die Finanzielle Grippe!

Quelle: Traders-Journal.de

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Die spektakulärsten Aktienrallys

aller Zeiten

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Dienstag, 3. November 2009

Buffetts

großer Eisenbahnkauf&Hamstertour 

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Comeback

an der Wall Street

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Intuition&Trading

Als ich gefragt wurde, ob ich das Vorwort zu dem neuen Buch von Curtis Faith`s „Trading from Your Gut” schreiben will (in dem sich alles um Trading und Intuition dreht) – brachte mich diese Anfrage dazu,einmal darüber nachzudenken, was es überhaupt für unterschiedliche Arten von Intuition gibt.
Intuition ist ein Konzept mit dem ich sehr gut vertraut bin und von dem ich glaube,dass es extrem wichtig für den Erfolg beim Trading ist. Hier nun eine kurze Auflistung über die verschieden Intuitionsarten und wie nützlich sich diese in meinem Berufsleben erwiesen haben.
Trotz all der Fortschritte bei Computern in den letzten 50 Jahren, kommt kein Rechner an die Leistungsfähigkeit des Menschlichen Gehirns heran.

Hierzu ein Beispiel: 
Ich trade gerne „effiziente Aktien“ (Titel die einem Trend folgen und dabei wenige Zufallsbewegungen machen). Eine gerade Linie,die im Winkel von 45 Grad aufwärts zeigt,würde ein perfektes Beispiel für den Kursverlauf einer effizienten Aktie darstellen.Wie auch immer, ich habe so etwas noch nicht gesehen. Denn die meisten Aktien die einem Trend folgen zeigen auch immer wieder Rücksetzer.Mir ist es nie gelungen eine Software so programmieren,dass sie mir eine Liste von effizienten Aktien herausfiltert,egal was ich auch versuchte. So ist das Beste was ich machen kann, mir selbst eine Liste von Aktien auf dem Bildschirm zu erstellen. Dabei muss ich immer noch einen Blick auf den Chart einer jeden einzelnen Aktie werfen,um einen effizienten Titel zu erkennen.Jeder Trader kann leicht solche effizienten Aktien erkennen, wenn er einen Blick auf das Muster des Charts wirft, ein Computer kann das nicht.Diese visuellen Preis- oder Kursmuster zu traden wird auch „beliebiges Trading“ genannt und doch ist es die erste Form der Intuition.
Die zweite Form der Intuition versorgt uns mit einer Menge an Daten und nützlichen Informationen.Das verfügbare Wissen verdoppelt sich jedes Jahr.

Dazu haben natürlich auch Computer und das Internet beigetragen.
Das Bewusstsein kann nur 7 Chunks (Informationsblöcke) händeln,plus/minus 2 Chunks – danach ist es mit der Menge der Informationen überlastet.Hierzu gibt es ein einfaches Experiment.
Jemand soll eine lange Liste mit Zahlen laut vorlesen,während Sie eine Hand hoch halten.
Sobald Sie sich keine weitere Zahl mehr merken können, nehmen Sie die Hand runter.Sofern Sie über keine speziellen Gedächtnismethoden oder Merkfähigkeiten verfügen, werden Sie schnell bemerken,dass Sie sich nur fünf bis neun Zahlen haben merken können – und damit liegen Sie genau in der Bandbreite der normalen Merkfähigkeiten von Menschen.
Was aber passiert,wenn Sie sich mit Tausenden oder Millionen Chunks an Informationen auseinandersetzen müssen,die auf sie einprasseln? 

Dann müssen Sie einige beurteilende/bewertende „heuristische“ Methode entwickeln,beispielsweise “Mentale Shortcuts“,um damit fertig zu werden.
Es gibt viele bekannte und wirkungsvolle heuristische Methoden, die von Psychologen in den letzen 20 Jahren umfassend dokumentiert wurden.

Eine dritte Form der Intuition entwickelt sich aus dem gründlichen Verständnis der Materie und aus der Menge der praktischen Erfahrung.Irgendwie nehmen Leute mit einer ausgeprägten Intuition gute Einstiegsignale und die sich darauf ergebenden Gewinnmöglichkeiten sehr schnell wahr und nutzen diese Chancen auch konsequent. Genauso
verhält es sich, wenn diese Leute mögliche „Gefahren“ wittern.Sie steigen dann auch sehr schnell aus einer Position wieder aus.
Diese Dinge machen sie so gut, dass sich andere Personen, die nicht über diese Fähigkeiten verfügen, sehr wundern wie dies überhaupt möglich ist. 

John Templeton’s grandiose Intuition.
Ein tolles Beispiel für den sehr erfolgreichen Einsatz der Gabe der Intuition sind einige Spekulationen des legendären Fondsmangers John Templeton.Irgendwie schaffen es Investoren mit einer gut entwickelten Intuition (so wie John) vorauszuahnen,wann sich der Markt dreht und können
dann blitzschnell aussteigen.Oder sie nehmen rasch wahr, wenn sich hervorragende Möglichkeiten für eine erfolgversprechende Spekulation ergeben.
John Templeton nutzte seine Gabe um zu Beginn des Jahres 2000 viele dotcom-Unternehmen zu shorten.

In den späten 90igern teilten zwar die meisten Investoren Templeton’s Meinung:Das Geschäftsmodell der dotcoms spiegelte in keiner Weise die Höhe der Aktienkurse wider,denn sie waren völlig überzogen.Doch nur wenige Trader handelten entsprechend.Templeton dagegen setzte seine Meinung in die Tat um und bewies dabei ein unglaubliches Timing, indem er schon sechs Monate vor dem Niedergang der dotcoms seine Short-Positionen einging.
Wie konnte er wissen,wann genau er beginnen sollte, diese Unternehmen zu shorten? Intuition! 
Ähnliches haben andere Investoren vollbracht,die in den Jahren 1929 und 1987 rechtzeitig die großen Wendepunkte der Märkte vorausgesehen haben. 
Das Timing dieser Leute war absolut großartig und die einzige Erklärung dafür ist eine hochentwickelte Intuition.
Hier noch ein persönliches Beispiel:

Ich habe einem Klienten von 1994 einige
„Tiefenpsychologische Prozesse“ beigebracht.
Als Resultat erhielt er Zugang zu seiner „Inneren Führung“ (Intuition).

Zu dieser Zeit verfügte er zwar bereits über ein stattliches Tradingkonto,doch mit Hilfe seiner Intuition gelang es ihm bis Mitte 2008 ein Wachstum von satten 5100 % zu generieren.Und dann sagte ihm seine Intuition mit dem Traden aufzuhören, gerade rechtzeitig bevor der Markt Ende 2008 zu kollabieren begann!
Fazit:
Bedauerlicherweise beschäftigen sich die wenigsten Trader mit der Entwicklung ihrer Intuition und den großen Vorteilen, die sich daraus für ihr Tradingverhalten ergeben können. Nein - die meisten Trader und Investoren wollen harte Fakten und computergestützte
Methoden die „funktionieren“. 

Ich habe jedoch nach fast 30 Jahren Erfahrungen als Trading-Coach die feste Überzeugung gewonnen, dass man kein herausragender Trader werden kann,wenn man sich ausschließlich auf mechanische Handelsansätze verlässt. Man muss vielmehr seine Instinkte trainieren, um die besten Resultate zu erzielen.
Daher ist für mich die Intuition ein integraler Bestandteil der großen Erfolge, die die besten Trader der Welt regelmäßig vorweisen können.

Quelle: Traders-Journal.de

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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Der Kampf mit der Angst

Die Menschen gibt es seit einigen Millionen Jahren. Die Börse seit 1531. Doch nicht selten haben wir das Gefühl, uns an der Börse zum Affen zu machen: Nach dem Kauf einerAktie fällt sie sofort und man wartet bis sie hoffentlich irgendwann wieder steigt. „Komisch,sie steigt gar nicht mehr.Na, wird schon...“. Nach dem fünften Verlusttrade in Folge geht man erstmal nicht mehr in den Markt. 
Die sechste Chance hätte alle Verluste wett gemacht und uns einen dicken Gewinn beschert! Was geht da schief?!
Der Grund ist, wir handeln immer noch wie Urmenschen! Denn bei den wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens agieren die selben Verhaltensprogramme, wie schon vor hunderttausenden von Jahren!
Wenn wir uns z.B. in jemanden verlieben passiert das auch heute noch nach uralten Regeln.Mit der richtigen Klammotte, dem trendigsten Look oder dem hippesten Job hat das alles absolut nichts zutun. Die Beeinflussungen der Gesellschaft, Medien und Werbung haben uns diesbezüglich voll im Griff .

Die Wahrheit ist: wir suchen unbewusst immer das, was wir am allermeisten brauchen:Sicherheit! 
Der Mann will bei seiner Auswahl seiner Partnerin sicher sein, dass er mit ihr die gesündesten und stärksten Kinder zeugen kann. Die Frau sucht unbewusst nach dem zuverlässigsten Ernährer damit sicher ist, dass die Nachkommen und sie versorgt sind. Beide wollten damals wie heute unbewusst nur eines -- sicher sein, das die Art und sie erhalten bleiben!
Das Gegenteil hieße nämlich Tod = aussterben.
Auch auf der Jagd ging es den Urmenschen nur darum: Existenzsicherung durch Nahrung.Nahrung = Lebenssicherheit.
Beim Traden ist Sicherheit eines der größten Themen. Egal, ob wir in eine Aktie investieren,oder ein CFD ordern, wir wollen möglichst die Sicherheit haben, dass nach dem Kauf unsere Investition erfolgreich ist.Ist das gelungen, haben wir den Kampf um das Raubtier gewonnen, um es mal mit dem
Urmenschen zu beschreiben.
Ging der Trade nicht auf, haben die meisten Investoren ein Problem. Mal ein Kleines,mal ein Großes. Denn das „Raubtier“ wurde nicht besiegt.

Die kluge Konsequenz des Jägers daraus wäre -- auf zum nächsten Raubtier! Doch schon hier könnte das erste Problem entstehen: war der Verlust der Investition nämlich zu groß, weil z.B. zuviel auf einmal riskiert wurde, dann könnte es sein, dass Sie der nächste Angriff schon nicht mehr unvoreingenommen gewagt wird. Erst Recht, wenn es bereits der fünfte erfolglose Kampf (Trade) in Folge war.Nun ist die Gefahr groß, dass die bewährte Strategie deswegen verlassen wird. Aus Angst den selben Fehler (Verlust) mit der gleichen Strategie erleiden zu müssen. Das Ego sagt jetzt „Gehe lieber einen neuen Weg, der alte verletzt Dich immer nur!“.
Doch der neue Weg (neue Handelsstrategie) ist in Wirklichkeit noch unbekannter.

Es ist Ihr Unbewusstes was Sie hier lenkt.Denn es will sie immer vor Schmerzen schützen! Denn Schmerzen = Gefahr =möglicher Tod.
Wenn der Jäger an dieser Stelle schon logisch denkt oder aktiv nach Lösungen sucht, tut er viel. Erstmal wird er aber bewusst oder unbewusst Angst spüren. Diese Unsicherheit wiederum führt zu Stress. Und Stress führt zu falschen Handlungen!Sie merken schon: 
Wir kommen uns zwar mit iPod und Handy ziemlich modern vor,doch was unsere tiefen Veranlagungen anbelangt knabbern wir immer noch am Knochen. Wir traden täglich mit dem unbewussten Überlebens-Programm eines Urmenschen! Alles ist, wie es war: denn in 10.000 Jahren erlebt der Mensch nur eine genetische Veränderung von unter 0,1%.Die Unsicherheit, die Sie beim Traden spüren
ist der Urmensch in Ihnen.Bei jedem Verlusttrade geht es um alles oder nix!

Oberflächlich betrachtet geht es um einige Euro.
Ihrem inneren „Urmensch-Programm“ geht es um 
„Alles oder nichts!“. 
Um den möglichen Verlust Ihres Lebens, den Verlust Ihrer Art. Bei jedem Trade will ihr Gehirn Sie davor schützen alles zu verlieren.
Deutlich gesagt kämpfen Sie bei jedem Verlusttrade mit der Gefahr zu sterben. Es geht um Ihre Existenz. Und in der modernen/westlichen Welt ist Geld gleich Existenz.Sicher, es sitzen kluge Menschen vor den Charts und investieren in die nächste Chance.
Doch der alte Affe in Ihnen tradet immer mit!
Norman Welz
Tradercoach / Börsenpsychologie
- GodmodeTrader.de


Quelle: Traders-Journal.de

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Sonntag, 18. Oktober 2009

Versicherungen

Unnütze Policen

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