CFD`s

Hauptsächlich dreht sich mein Trading um Aktien,sprich der Handel mit ungehebelten Wertpapieren.Daneben beschäftige ich mich mit CFD-Trading und habe hier meine Erfahrungen zusammengefasst.

Weshalb CFD´s ? (Contracts for Difference)
Eine Weile interessierte ich mich für Optionen bzw. Optionsscheine.Bald merkte ich daß mir diese nicht sehr liegen,teils wegen der recht komplexen Berechnung.
Futures (Terminkontrakte) schienen für mich daher besser geeignet,jedoch ist hier ein erheblich höheres Grundkapital nötig.
Die Transparenz (Preisbildung),keine Laufzeitbegrenzung und die Möglichkeit mit relativ wenig Kapital zu agieren sprachen daher für mich für CFD`s.

Märkte/Instrumente (Underlyings)
Mein Interesse besteht an den unterschiedlichsten Märkten,wie Rohstoffe und Devisen.
Da hierfür andere Voraussetzungen nötig sind (Kapital) und nicht zuletzt meines langjährigen Interesses bezüglich Aktien fokussierte ich mich auf diesen Markt,mit der Zeit handelte ich fast ausschließlich mit US-Werten.

Markttechnik
Zu Beginn suchte ich nach immer “besseren” Methoden mithilfe der sogenannten technischen Analyse.Mit der Zeit befasste ich mich mit den “exotischsten” Kombinationen verschiedenster Indikatoren etc.In meiner Handelsplattform hatte ich 20 verschiedene “Set Ups” für jede Marktlage und Zeiteinheit parat.
Nach und nach hatte ich allerdings mehr Nachteile als Vorteile dadurch.Ein Problem war daß gewisse Tools oft konträre Signale gaben.
Nicht zuletzt wegen des hohen Zeitaufwands und der daraus resultierenden Performance bevorzugte ich nach einer gewissen “Findungsphase” die Charts “clean”,ohne weitere Hilfsmittel.

Chartwatching
Die Methode des reinen “Chartwatchings” auf Tagesbasis beschreibt hervorragend Profitrader Thomas Vittner in seinem Buch “Die Trading Akademie”.Der Zeitaufwand dieser Methode ist enorm.
Statt mir in meiner Handelsplatfform ein “Chartingpool” aufzubauen nutze ich alternativ den Aktienscreener von FINVIZ.com.Hier wähle ich unter “Index” den S&P500 aus.Anschließend lasse ich mir nur die “Blue Chips” dieses Marktes anzeigen indem ich den Filter “Market Capitalization” auf “Large” stelle.
Der Grund weshalb ich mich auf diese Blue Chips konzentriere ist daß diese eine hohe Liquidität und Handelsvolumen aufweisen.Ein weiterer Grund ist daß ich schon Aktien aus sogenannten Subindizes fand,diese jedoch mangels Verfügbarkeit meines CFD-Brokers nicht handeln konnte.
FINVIZ zeigt mir nun über 250 Aktien an.Um nun die Charts vor mir zu haben wähle ich noch den Reiter “Basic” und unter “Type” wähle ich “Candle” und erhalte nun alle Charts ohne Trendlinien etc.

Praxis
Nun kann ich mich in kurzer Zeit durch die Charts scrollen und nach Tradingmöglichkeiten ausschau halten.Sobald ich ich bei einem Chartbild denke Long oder Short speichere ich mir diesen Wert gleich in meiner Handelsplattform ab.Hierfür habe ich mir dort jeweils eine Rubrik für Long-und Short Werte angelegt.
Diese Methode kann ich täglich anwenden um Tradingchancen zu finden.Ich mache dies jedoch oft am Wochenende oder zu Beginn einer Handelswoche da ich in der Regel genug Aktien finde.
So stelle ich mir wöchentlich meinen “Chartingpool” erneut zusammen.

Handelsjournal
Ich führe ein recht simples Handelsjournal welches ich mir bei “Google Docs” angelegt habe.
Farblich hebe ich mir zusätzlich jeweils die Handelsrichtung (Long/Short) sowie Gewinn-und Verlusttrades hervor.Den Hauptnutzen meiner Statistik sehe ich mehr mental,es hilft mir bei einer Verlustserie optimistisch zu bleiben.

Absicherung (Hedging)
Mittlerweile bediene ich mich meines “Chartingpools” den ich wie oben beschrieben wöchentlich anlege.Hier habe ich in der Regel genug Auswahl um für Marktvolatilitäten gerüstet zu sein.
Vor einiger Zeit hatte ich hierfür eine komplexere Methode gewählt.
Diese ist Zeitaufwendiger und ich merkte daß sich gerade bei kleinen Konten die Gebühren negativ auf die Performance auswirken.
Nach einer Verlustphase stellte ich mir einmal folgende Frage:
Welche Trader ziehen das meiste Geld aus dem Markt ?
Zur Beantwortung dieser Frage suchte ich in bei “Forbes in den bekannten Listen der Superreichen.Ich machte mir die Mühe und “Googelte” sämtliche Namen durch.
Ich fand Value-Investoren und Unternehmer.Die einzigen Trader die ich fand waren Manager von Hedgefonds.Daraufhin befasste ich mich näher mit den Methoden von Hedgefonds und deren Hedging-Strategien.
Aus diesen versuchte ich eine in mein Trading zu übernemen,d.h. ich wollte zu jeder Position eine Gegenposition eingehen.Die meisten Finanzseiten verfügen über eine “Korrelationsmatrix”,hier lassen sich Wertpapiere gegenüberstellen.Schließlich fand ich Tools die mir direkt zu jeder Aktie diejenigen mit der größten Korrelation anzeigten.Ich nutzte meist die Seite “Impactopia” (www.market-topology.com).

Beispielsweise hatte ich eine Aktie als Long-Einstieg und wählte aus obigem Tool eine die mit dieser über eine mindestens 80% oder höhere Korrelation der letzten drei Monate aufweist.
In diese Aktie ging ich nun mit gleichem Risiko meines “Basiswerts” Short.
Allerdings hatte ich ein “Einstiegsproblem”.Ich mußte praktisch unmittelbar in jede Position reinkommen damit der Hedgingeffekt funktioniert.Dies geht nur wenn ich “Market”,sprich manuell die Order eingebe.
Um mich anhand einer Kettenorder (If-Done) “einstoppen” zu lassen kann ich dazu keine “Stop Buy” Order verwenden.
Dazu muß ich die “Limit” Order verwenden,der Einstiegskurs muß allerdings hier so gewählt werden daß dieser ziemlich sicher ausgelöst wird (bei beiden Werten).